HPC.nrw auf der deRSE26
Mit Beiträgen zu KI und reproduzierbarer HPC-Praxis
Die deRSE2026 in Stuttgart brachte die IT-Community rund um Research Software Engineering, HPC und wissenschaftliche Softwareentwicklung zusammen. Mit Postern, Community-Formaten und einem praxisnahen Workshop war HPC.nrw aktiv vertreten und setzte Impulse für verständliche Performance-Analyse, skalierbare KI-Workflows und reproduzierbare HPC-Praxis.
Poster-Session

HPC.nrw präsentierte zwei Poster, die zentrale Themen der effizienten und reproduzierbaren Nutzung von Hochleistungsrechnern aufgriffen.
Das Poster Performance Made Visible von Krishna Sai Lakshmi Gayatri Manda (Universität Bonn) zeigte, wie Visualisierungen dazu beitragen können, Performance-Analysen auf HPC-Systemen zugänglicher zu machen. Viele Forschende schrecken zunächst vor der Komplexität der Performance-Optimierung zurück – dabei stehen bereits zahlreiche Tools zur Verfügung, die typische Anwendungsmuster sichtbar machen und ein erstes High-Level-Screening ermöglichen. Das Poster stellte ausgewählte Visualisierungen solcher Werkzeuge vor und ergänzte diese durch kurze Hinweise zur Interpretation, sodass auch Einsteiger:innen typische Performance-Probleme leichter erkennen können.

Das zweite Poster Demystifying AI Workflow on HPC von Ayushya Pare (Universität Bonn) beleuchtete den Übergang von KI-Workloads auf einer einzelnen GPU hin zu verteilten Ausführungen in Cluster-Umgebungen mit mehreren GPUs. Während viele Anwendungen zunächst lokal entwickelt werden, erfordert ihr effizienter Einsatz auf HPC-Systemen angepasste Workflows. Das Poster zeigte zentrale Aspekte dieses Übergangs auf – von der Software-Umgebung über explizite Parallelisierung bis hin zur Verteilung von Workloads über mehrere Knoten.
Reproducible HPC Workflows using JUBE
HPC.nrw beteiligte sich zudem an einem halbtägigen Skill-up zu reproduzierbaren HPC-Workflows mit der Jülich Benchmarking Environment (JUBE). Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit Thomas Breuer und Dirk Brömmel vom Jülich Supercomputing Centre durchgeführt.
Der Workshop veranschaulichte, wie sich komplexe HPC-Experimente mit JUBE systematisch strukturieren, effizient automatisieren und zuverlässig reproduzierbar gestalten lassen. In einer praxisnahen, am Carpentries-Ansatz orientierten Hands-on-Session erhielten die Teilnehmenden zudem die Gelegenheit, die vorgestellten Werkzeuge unmittelbar selbst anzuwenden.
Die Beteiligung von HPC.nrw an der deRSE2026 unterstrich einmal mehr die zentrale Bedeutung des Austauschs zwischen HPC-Expert:innen, Research Software Engineers und Forschenden. Mit Posterbeiträgen, Community-Formaten und praxisorientierten Workshops setzte HPC.nrw nachhaltige Impulse für einen niedrigschwelligen Zugang zu Hochleistungsrechnen, die Weiterentwicklung von Qualifizierungsangeboten sowie die Stärkung reproduzierbarer wissenschaftlicher Arbeitsweisen.